Nachhaltiger Hochwasserschutz Alpenrhein, Projekt Rhesi (Rhein, Erholung und Sicherheit)

Der Rhein bei einem etwa einjährlichen Hochwasserereignis. Auf dem Wasser im Fluss schwimmt viel Holz, das sogenannte Treibholz.

Ziel des Projekts ist die Verbesserung des Hochwasserschutzes in der Internationalen Strecke des Alpenrheins. Diese verläuft von der Mündung der Ill in den Rhein bis zum Bodensee. Der aktuell bestehende Hochwasserschutz auf Basis des Staatsvertrags zwischen der Schweiz und Österreich beträgt 3100 m³/s.

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Gewässer-Zukunft

Laut den Vorgaben der EU Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) müssen Gewässer bis zum Jahr 2015 einen „guten Zustand“ bzw. ein „gutes ökologisches Potenzial“ aufweisen.

Titel Verringerung von Nährstoffeinträgen in Oberflächengewässer
Projekt-Partner Landeslandwirtschaftskammer für Oberösterreich
HBLFA Raumberg-Gumpenstein
Amt der Oberösterreichischen Landesregierung, Abteilung Land- und Forstwirtschaft
Amt der Oberösterreichischen Landesregierung, Abteilung Oberflächengewässerwirtschaft
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Traunstein
Wasserwirtschaftsamt Traunstein
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit
Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Ansprechpartner Peter Strauß, Rosemarie Hösl
Laufzeit 2009 – 2012

Laut den Vorgaben der EU Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) müssen Gewässer bis zum Jahr 2015 einen „guten Zustand“ bzw. ein „gutes ökologisches Potenzial“ aufweisen. Aufgrund gemessener Richtwertüberschreitungen ist dieses Ziel sowohl in Teilbereichen Oberösterreichs als auch in Bayern in Gefahr. Daher ist das erklärte Ziel in den beiden Regionen eine verbesserte Umsetzung von geeigneten Maßnahmen, um den Eintrag von Nährstoffen in die Gewässer zu reduzieren.

Auf österreichischer Seite wird im Rahmen dieses Kooperationsprojektes zwischen Bayern und Oberösterreich der räumliche Schwerpunkt der Aktivitäten im Einzugsgebiet der Antiesen im oberösterreichischen Innviertel gesetzt. Der fachliche Schwerpunkt der Untersuchungen in Österreich wird im Bereich der Vermeidung von Bodenerosion und dem damit verbundenen Eintrag von Sediment und Phosphor in die Gewässer liegen. Zur Erreichung dieses Zieles werden im Wesentlichen drei Rahmenpunkte bearbeitet.

1) Ermittlung von Flächen mit hohem Gefährdungspotenzial für Stoffeintrag. Resultat dieser Aktivitäten wird letztendlich eine schlagbezogene Bewertung des Eintragsrisikos von Phosphor in die Antiesen sein.

2) Parallel dazu findet ein begleitendes Monitoring der Gewässer in ausgesuchten Teilbereichen der Antiesen statt. Insbesondere werden flächenwirksame Schutzmaßnahmen zur nachhaltigen Gewässersanierung evaluiert. Dies dient der Überprüfung der unter 1) ermittelten Risikokarten, auch muss die Wirkung der umgesetzten Maßnahmen quantifiziert werden. Dazu werden einerseits Untersuchungen in Kleineinzugsgebieten eingesetzt, in denen flächenhafte Maßnahmen umgesetzt wurden; andererseits wird die Wirkung verschiedener Schutzmaßnahmen durch Beregnungsversuche überprüft.

3) Ein wesentlicher Punkt der Projektaktivitäten ist eine vermehrte Beratungstätigkeit im Hinblick auf die Umsetzung aller Schutzmaßnahmen. Die Entwicklung gemeinsamer Beratungsunterlagen soll, einhergehend mit gezielter einzelbetrieblicher Beratung, eine verstärkte Bewusstseinsbildung für die Bedürfnisse dieser Lebensräume schaffen.

In Bayern ist das Einzugsgebiet des Waginger-Tachinger Sees bereits seit Längerem Forschungsobjekt in Bezug auf flächenhafte Nährstoffeinträge, wobei hier vor allem erhöhte Stoffausträge aus drainierten Flächen im Mittelpunkt der Schutzstrategien stehen. Ein Teilbereich des Projektes mit Beteiligung unseres Institutes wird daher die Untersuchung der Wirkung verschiedener Gülleapplikationstechniken auf den Phosphoreintrag in Drainagen sein.

Gewässer-Zukunft Monitoring-Messstellen
Gewässer-Zukunft Snap Shot Sampling
Gewässer-Zukunft Beregnungsversuche
Gewässer-Zukunft Berechnungstool BoBB

Auftaktveranstaltung am 13. 1. 2010, im Haus der Landwirtschaft, Ried im Innkreis
Fehlende Gewässerrandstreifen begünstigen den Sedimenteintrag in Oberflächengewässer