Inteko

Das Projekt „Innovation der Technologien bei Kompostierung, Kompostanwendung und Bodenschutz“ (INTEKO) zielt auf die Verbesserung des Umweltschutzes und der Ressourceneffektivität in der Abfallwirtschaft in Beziehung zum Boden und auf die Minderung der Grundwasserverschmutzung und Erhöhung der Effektivität von erneuerbaren Nährstoffressourcen. Der Beitrag des BAW-IKT liegt dabei in der Überprüfung einer neuartigen Technologie zur Messung von Stickstoffaustrag mittels Ionentauscherharzen.

Übersicht:

   Projektbearbeitung: P. Strauss, A. Tiefenbacher

   Projektförderung: Programm INTERREG V-A Österreich-Tschechische Republik 2014-2020

   Partner: Bioforschung Austria - http://bioforschung.at

   Zera - http://www.zeraagency.eu

Mendel University Brno - http://mendelu.cz/en/

 

 

Kurzbeschreibung:

Die Anwendung von Kompost kann langfristig einen Beitrag zur Stabilisierung der Bodenqualität und des Bodenwasserhaushaltes in Österreich und der Tschechischen Republik leisten. Begleitend zu einer verstärkten Applikation von Kompost ist es allerdings notwendig, den Einfluss der Kompostanwendung auf die Qualität des Grundwassers zu untersuchen. Die Belastung unserer Grund/Trinkwasserreserven mit anorganischen Stickstoffverbindungen ist seit langer Zeit ein ungelöstes Problem speziell in Ostösterreich aber auch in der Tschechischen Republik. Um genaues Wissen über mögliche Austragsgefährdungen landwirtschaftlich genutzter Flächen zu erhalten, sind derzeit aufwendige Messverfahren notwendig, wie zum Beispiel die Errichtung von Feldlysimetern.

Ein anderer Messansatz wurde von der Gregor-Mendel Universität in Brünn entwickelt. Es handelt sich um ein Verfahren, bei dem stickstoffsensitive Ionentauscher (Ion Exchange Resin – IER) in den Boden eingebracht werden. Diese sollen eine integrale (über einen längeren Zeitraum hinweg) Bewertung von Stickstoffverlagerung in Böden ermöglichen. Dieses Verfahren erfordert allerdings eine noch intensive Überprüfung seiner Funktionsfähigkeit.

Dies soll im Rahmen des Projektes INTEKO erfolgen. Einerseits werden dabei Laborversuche mit Hilfe einer Mikrolysimeteranlage zum Funktionstest und zu einer Optimierung der Methode beitragen. In weiterer Folge soll die Funktionsfähigkeit für die Lysimeteranlage Lobau getestet werden.

Veröffentlicht am 10.11.2017, IKT - Institut für Kulturtechnik und Bodenwasserhaushalt