Bodenerosion in Österreich

Das ErosAT-Projekt strebt eine nationale Berechnung der Bodenerosion mit regionalen Daten und lokaler Aussagekraft an. Damit soll insbesondere die Wirksamkeit unterschiedlicher Erosionsschutzmaßnahmen im Österreichischen Programm für eine umweltgerechte Landwirtschaft (ÖPUL) evaluiert werden.

Übersicht:

Projektbearbeitung: P. Strauss, E. Schmaltz, C. Krammer, O. Mitrovitz

Auftraggeber: Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT)

Kurzbeschreibung:

In Österreich werden im Rahmen von ÖPUL seit dem Jahr 1995 Maßnahmen vorgeschlagen, die eine Reduktion der Bodenerosion bewirken sollen. Um den Effekt dieser Maßnahmen bewerten zu können, muss die potentielle aber auch tatsächliche relative Wirkung einer Maßnahme bekannt sein. Um großflächige Aussagen über das Ausmaß der Bodenerosion tätigen zu können, werden in der Regel Simulationsmodelle verwendet. Die Qualität der Ergebnisse ist dabei im Wesentlichen abhängig von der Kombination aus theoretischem Modellansatz und Qualität der Eingangsdaten. Die aktuell verfügbaren Datengrundlagen erlauben, neue Modellansätze einzusetzen und Datengrundlagen neu zu bewerten. Dies betrifft einerseits die Neuberechnung der Erosivität von Niederschlägen, aber vor Allem eine regionalisierte Betrachtung des Einflusses von Landnutzung und Landmanagement. Damit soll die Durchführung des Projektes ErosAT eine solide Bewertungsbasis für die Berechnung der Bodenerosion durch Wasser ermöglichen. Die Projektziele im Detail sind

  • Neubewertung/Aktualisierung der Höhe und der räumlichen Verteilung der Bodenerosion durch Wasser in Österreich unter Verwendung regionaler Datensätze.
  • Ermittlung eines Wertes mittels der vorgeschlagenen Modellansätze für den Wirkungs- und Kontextindikator „Wasserbedingte Bodenerosion“ in t/ha/Jahr (I13 bzw. C42), der in Zukunft für Österreich auch von der EK verwendet werden soll.
  • Schaffung von Datengrundlagen für eine Bewertung der Wirksamkeit einschlägiger ÖPUL-Maßnahmen bzgl. Erosionsschutz.
Veröffentlicht am 11.09.2019, IKT - Institut für Kulturtechnik und Bodenwasserhaushalt