Dokumentation "Bäume im urbanen Raum"

Stadtbäumen wird derzeit besonders eine Aufgabe zugesprochen: kühlen, kühlen, kühlen! Um diese Kühlungsfunktion tatsächlich erfüllen zu können, müssen die Bäume erstmal wachsen. Hierfür braucht es vor allem ausreichend Wurzelraum. Herkömmliche Baumgruben in der Stadt können diesen unterirdischen Platzbedarf nicht stillen und schränken somit das Baumwachstum ein. Das Prinzip der „Schwammstadt“ schafft hier Abhilfe.

Bäume erfüllen wichtige Aufgaben im urbanen Raum, sowohl für die Vermeidung von als auch die Anpassung an den Klimawandel. Neben der Aufnahme von CO2, wirken sie kühlend auf ihre Umgebung. Besonders dieser Kühlungseffekt wird vor dem Hintergrund des Klimawandels von immer größerer Bedeutung für das menschliche Wohlbefinden in Städten.

Eine gesunde und langjährige Entwicklung der Bäume bildet die Grundvoraussetzung für die Erfüllung dieser Aufgaben. Besonders Baumgruben, die wenig Platz bieten (oft weniger als 10m³) und rundherum von stark verdichtetem Untergrund begrenzt sind, machen den Stadtbäumen das Leben schwer. Ein gesunder und „funktionierender“ Stadtbaum braucht neben einem optimalen Baumsubstrat innerhalb seiner Baumscheibe vor allem eines: mehr Wurzelraum. Hier setzt das Prinzip der „Schwammstadt“ an. Dieses hat das Potenzial, einen erweiterten Wurzelraum zur Verfügung zu stellen, ohne dabei Verkehrsflächen opfern zu müssen.

In Wien werden „Schwammstadt“-Substrate in sogenannten Lysimetern auf ihre Funktionsfähigkeit und praktische Eignung getestet. Wie diese funktionieren und was dort gemessen wird, zeigt Ihnen der Film.

Veröffentlicht am 01.08.2020