Triploidisierung

Triploide Lebewesen haben einen dreifachen Chromosomensatz und bilden nach dem heutigen Stand des Wissens keine Geschlechtsorgane aus. Sie sind also steril. Dies kann in der Aquakultur genutzt werden, da sterile Fische ein kontinuierliches Wachstum aufweisen, weil sie keine Energie für die Fortpflanzung aufwenden müssen. Aus Zuchtanlagen entkommene triploide Aquakulturfische können sich nicht mit ihren wild lebenden Artgenossen vermehren.

Triploidisierung von verschiedenen Salmonidenarten, wie zum Beispiel der Seeforelle, könnte für die Aquakultur von Interesse sein, um großwüchsige Fische zu produzieren. Diese könnten als Filetfische, sozusagen als heimischer, regionaler Lachsersatz, Bedeutung bekommen. Um die Triploidisierung als Routinemethode in der Aquakultur anwenden zu können, müssen 2 Faktoren erfüllt sein. (1) Die Methode muss effektiv und zuverlässig sein. (2) Unter Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit, der Tiergesundheit und der Produktqualität muss sichergestellt werden, dass die Triploidisierung keine Schäden am Fisch hervorruft. Die Untersuchungen an Seeforelle, Bachsaibling und Seesaibling sind abgeschlossen und der Abschlussbericht ist nun verfügbar.

Verfügbare Publikationen: Lahnsteiner, F. & Kletzl, M. (2018). Pressure shock triploidization of Salmo trutta f. lacustris and Salvelinus umbla eggs and its impact on fish development. Theriogenology 115 , 65-76.

Veröffentlicht am 22.07.2020, IGF - Institut für Gewässerökologie und Fischereiwirtschaft

Kontakt

Mag. Dr. Franz Lahnsteiner Abteilungsleiter Fischereibiologie und Aufzuchtforschung sowie Referat Fischzucht Kreuzstein
Scharfling 18
5310 Mondsee
Österreich