Fischgesundheit und Hydrologie im Fokus der Facharbeiterausbildung 2026

Im Modul 6 steht das Zusammenspiel von Wasserdargebot, Gewässerökologie und Fischgesundheit im Fokus. Ausgangspunkt ist die betriebliche Realität: Wasser ist limitierender Faktor jeder Aquakulturanlage und bestimmt maßgeblich Produktion, Tiergesundheit und rechtliche Rahmenbedingungen. Ein zentraler Bestandteil ist die praktische und theoretische Arbeit mit hydrologischen Kennwerten. Diese werden nicht nur anhand des Hydrographischen Jahrbuchs erarbeitet, sondern auch im Gelände gemessen und berechnet, um das eigene Wasser fachlich beurteilen zu können.

Darauf aufbauend erfolgt die Einordnung in den rechtlichen Rahmen. Themen wie Restwasser, Mindestabfluss (QZV Ökologie) sowie im Bereich Abwasser (AEV Aquakultur) werden im Hinblick auf die praktische Umsetzung im Betrieb behandelt.

Der zweite Schwerpunkt liegt auf der Fischgesundheit: Parasiten, bakterielle und virale Erkrankungen sowie deren Ursachen im System Wasser–Fisch–Bewirtschaftung. Besonderes Augenmerk gilt der praxisnahen Einschätzung von Krankheitssymptomen und dem Setzen geeigneter Maßnahmen. Ergänzt wird das Modul durch Fachvorträge von Eva Lewisch (VetMed) und Robert Konecny (Umweltbundesamt), die veterinärrechtliche Grundlagen vermitteln, sowie von Tamara Frank zum Tiergesundheitsdienst und zu Fragen der Arzneimittelanwendung und betrieblichen Hygiene.

Das Modul fand vom 16. bis 20. März 2026 am BAW-IGF in Scharfling statt und wurde mit einer schriftlichen Prüfung abgeschlossen. Mit 30 Teilnehmenden war der Lehrsaal gut ausgelastet – beim praktischen Mikroskopieren wurde es dabei entsprechend „kuschelig“.

Veröffentlicht am 24.03.2026