GEMS: Internationaler Austausch zum nachhaltigen Grundwassermanagement

Wie kann Grundwasserschutz in einer von Landwirtschaft geprägten Region nachhaltig gestaltet werden? Mit diesen und weiteren Fragen befassten sich die Projektpartner beim 5. transnationalen Treffen des GEMS_Interreg Europe-Projekts (Groundwater Management in Nitrate Vulnerable Zones with Agricultural Activities) am 16. und 17. Juni 2026 in Bratislava. Das Bundesamt für Wasserwirtschaft war dabei vertreten.

Im Mittelpunkt des zweitägigen Treffens standen aktuelle Herausforderungen im Bereich des Grundwasserschutzes und der Landwirtschaft. Dabei ging es unter anderem um:

  • Klimawandel und Wasserhaushalt: Auswirkungen des Klimawandels auf den Wasserhaushalt
  • Nitratrichtlinie: Umsetzung der Nitratrichtlinie in der Slowakei
  • Wasserrückhalt: Maßnahmen zur Verbesserung des Wasserrückhalts in landwirtschaftlich genutzten Gebieten
  • Good Practices: Erfahrungen aus den Partnerregionen, etwa in den Bereichen Grundwassermonitoring, digitale Planungsinstrumente und Ansätze zur Reduktion von Nährstoffverlusten

Auch das BAW brachte gemeinsam mit EVN Wasser Erfahrungen aus Österreich ein. Präsentiert wurden die langjährige Entwicklung der Nitratbelastung im Grundwasser des Marchfelds sowie Methoden zur biologischen Denitrifikation zur Sicherung der Trinkwasserqualität.

Einblicke vor Ort

Am zweiten Tag standen Exkursionen auf dem Programm. Die Teilnehmer:innen erhielten Einblicke in:

  • die Trinkwassergewinnung auf der Donauinsel Sihoť
  • das Environmental Centre der Slowakischen Universität für Landwirtschaft in Nitra

Damit bot das Treffen sowohl fachlichen Austausch als auch Einblicke in praktische und forschungsbezogene Lösungsansätze.

Veröffentlicht am 21.09.2026

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