Beim Tag der burgenländischen Teichwirtschaft Anfang September auf der Messe "INFORM" in Oberwart standen aktuelle Herausforderungen und praxisnahe Lösungsansätze für Teichwirtschaften und Aquakulturbetriebe im Mittelpunkt. Rund 32 Teilnehmer:innen nutzten die Gelegenheit, sich zu informieren und mit Fachleuten auszutauschen.
Christian Bauer vertrat das Bundesamt und erläuterte, welche Auswirkungen der Klimawandel auf Teichanlagen hat und mit welchen Maßnahmen Betriebe darauf reagieren können. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere:
- Praktische Anpassungen: Als mögliche Maßnahmen bei hohen Wassertemperaturen wurden unter anderem Uferbeschattung, kühlere Zuflüsse und – unter bestimmten Bedingungen – Belüftung genannt.
- Frühes Messen ist entscheidend: Die niedrigsten Sauerstoffwerte treten häufig in den frühen Morgenstunden auf. Deshalb sind regelmäßige Messungen möglichst zur gleichen Tageszeit sinnvoll.
- Hitze und Nährstoffe können Blaualgenblüten begünstigen: Diese können nicht nur problematisch für die Wasserqualität sein, sondern auch zu Geschmacksbeeinträchtigungen und zusätzlicher Sauerstoffzehrung beim Absterben führen.
- Bei Sauerstoffmangel rechtzeitig reagieren: Die Fütterung sollte reduziert bzw. eingestellt und bei Bedarf Frischwasser zugeführt oder belüftet werden.
Weitere Beiträge widmeten sich der bundesländerübergreifenden Beratung, dem Bibermanagement an Teichanlagen, den Fördermöglichkeiten im EMFAF sowie aktuellen Tiergesundheitsprogrammen für die Aquakultur.
Zum Abschluss boten Fachgespräche Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen und die angesprochenen Themen gemeinsam zu vertiefen.
Mehr Infos: Der Einfluss des Klimawandels auf Teichanlagen - Was kann man tun?