KoWiF

Kollaborative Wiederherstellung von landwirtschaftlich geprägten Feuchtflächen

Zentrale Fragestellung im Projekt KoWiF ist, wie die Verbesserung und der Erhalt von Biodiversität auf agrarischen Feuchtflächen in Österreich beschleunigt und unterstützt werden kann. Die Wiederherstellung von Feuchtflächen ist besonders wirkungsvoll, da sie oft gleichzeitig zur Biodiversitätsförderung (Lebensraum-Wiederherstellung) und Klimawandelanpassung (Wasserrückhalt) beitragen, sowie ebenso wichtige Maßnahmen gegen den Klimawandel (CO2-Speicherung) darstellen. Dabei ist der Wasserhaushalt ein maßgeblicher Faktor für die Bewirtschaftbarkeit, den ökologischen Zustand und die Treibhausgasbilanz landwirtschaftlich genutzter (organischer) Böden. Eingriffe in den Wasserhaushalt sind jedoch komplex, da oft wasserrechtliche Belange und Rechte Dritter berührt werden. Entsprechend gibt es bürokratische Hürden und Vorbehalte von GrundeigentümerInnen, die eine Umsetzung erschweren.

Ziel im Projekt KoWiF sind daher ein standortangepasstes Landnutzungsmanagement für den Wasserrückhalt, Biodiversität fördern, Kohlenstoff im Boden speichern, Lebensrealitäten von Grundeigentümerinnen und das öffentliche Interesse in Einklang bringen, sowie die Erweiterung von Interessensgemeinschaften für eine nachhaltige Bewirtschaftung von Feuchtlebensräumen und Moorstandorten.

Dazu werden drei ineinandergreifende Lösungsansätze verfolgt:

  1. Konkrete Umsetzung von 12 Wiederherstellungsmaßnahmen auf Feuchtflächen
  2. Kollaborative Entwicklung eines Praxisleitfadens
  3. Analyse und Formulierung von Förderempfehlungen

Das Projekt KoWiF wird vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft im Rahmen des Calls LE-77-02-BML-2025 gefördert.