Erstellung von Normen und Richtlinien

Das Institut wirkt über die Mitarbeit in Komitees und Arbeitsgruppen bei der Erstellung von Richtlinien und Normen mit. Bedingt durch die Erfahrung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts liegt der Fokus auf den Themenbereichen Hydrometrie und Wasserbau.

Aktuelle, korrekte Normung und Standardisierung trägt auch im Bereich der Wasserwirtschaft wesentlich zur Weiterentwicklung und Verbesserung der Qualität von Maßnahmen bei. Durch einheitliche, verbindliche Vorgaben werden Unklarheiten in der Umsetzung vermieden und ein vergleichbarer, überprüfbarer Standard geschaffen. Die Normung ist also auch eine wichtige Voraussetzung für Planungssicherheit, Qualitätskontrolle und den fachlichen Austausch.

Durchführung der Durchflussermittlung in einem Bach nach dem in der ÖNORM EN ISO 748 beschriebenen Verfahren.

Die Technische Richtlinie für Gefahrenzonenplanungen im Wasserbau stellt sicher, dass die Gefahrenzonen an Fließgewässern österreichweit nach gleichen Vorgaben ermittelt werden.

Beispiele für Arbeitsgruppen und Komitees, in denen unsere Mitarbeiter:innen bei der Erstellung von Standards mitwirken:

  • Österreichischen Normenkomitee 039 – Hydrologie

Das Komitee schafft Normung im Bereich der Erhebung des Wasserkreislaufes. Hier werden vor allem die Methoden zur Messung des Niederschlags, des Grundwassers und der Ermittlung des Durchflusses unserer Fließgewässer standardisiert. So kann man in den fertiggestellten Normen schlussendlich nachlesen, wie die Regenintensität gemessen wird oder wie eine stationäre Durchflussermittlung mit Ultraschallsensoren funktioniert. Mitglieder im Komitee sind Fachleute aus dem Bereich der Behörden, der Wissenschaft und der Privatwirtschaft.

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  • DIN NA 119-09-10 AA Hydrometrie

Macht das gleiche wie das österreichische Komitee 039 in Deutschland. Über das DIN Komitee findet die DACH Vernetzung zu aktuellen Themen der Hydrometrie statt.

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  • CEN/TC 318 und ISO/TC 113 Hydrometry

Über ISO und CEN findet die Vertretung der österreichischen Meinung im internationalen und europäischen Rahmen statt. Die Normen werden in internationalen Teams erarbeitet.

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  • WMO – Expert Team Hydrometry

Die WMO stellt Normung kostenfrei zum Download auf ihrer Homepage zur Verfügung. Die Richtlinien werden in einem internationalen Team erarbeitet und sind in mehreren Sprachen verfügbar. Bespiele für bekannte Leitfäden sind das „Manual of Stream Gauging“ oder das „International Glossary of Hydrology“.

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  • DWA

Die DWA ist ein deutscher Verband, der für die Erarbeitung des technischen Regelwerks im Bereich der Wasser- und Abfallwirtschaft zuständig ist. Im Bereich des Wasserbaus werden in den DWA Arbeitsgruppen zum Beispiel Verfahren für die Hydraulische Berechnung von Fließgewässern mit Vegetation, für den Bau von Fischaufstiegsanlagen oder auch für eine naturnahe Sohlstabilisierung in Fließgewässern erarbeitet.

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  • BMLUK Richtlinien und Leitfäden

Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft erstellt kostenlose, technische Richtlinien und Leitfäden im Bereich des Wasserbaus und der Hydrometrie und stellt diese auf der eigenen Homepage zum Download zur Verfügung. Beispiele für bekannte Richtlinien des BMLUK sind die „Pegelordnung“, die „technische Richtlinie für die Gefahrenzonenplanung“ oder der „Leitfaden Gewässerentwicklungs- und Risikomanagementkonzept (GE-RM)“.

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