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Kurzbeschreibung
Die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) verpflichtet Österreich zur regelmäßigen Bewertung des ökologischen Zustands seiner Oberflächengewässer. Das biologische Qualitätselement Fische wird dabei mithilfe der etablierten Bewertungsverfahren Austrian Lake Fish Index (ALFI) und Fish Index Austria (FIA) beurteilt. Die dafür erforderlichen konventionellen Befischungen sind jedoch sehr zeit-, personal- und kostenintensiv, sodass vollständige Untersuchungszyklen großer Seen bis zu 15 Jahre dauern und zahlreiche Bewertungen mittlerweile veraltet sind. Zudem sind die eingesetzten Methoden teilweise belastend für die Fischbestände.
Vor diesem Hintergrund gewinnt die Analyse von Umwelt-DNA (eDNA) als schonende und effiziente Alternative zunehmend an Bedeutung. Durch die Auswertung von DNA-Spuren in Wasserproben können Fischarten zuverlässig nachgewiesen werden. Das Projekt eDNA-Screen untersucht, inwieweit eDNA als Screening-Methode für das fischökologische Monitoring eingesetzt werden kann.
Ziel ist die Entwicklung und Validierung eines standardisierten Probenahme-, Analyse- und Bewertungsprotokolls für Seen und Fließgewässer. Auf Basis der mittels eDNA erfassten Fischarten sollen Screening-Indizes entwickelt werden, die Veränderungen der Fischgemeinschaft frühzeitig erkennen. Weist das Ergebnis des Vorscreenings deutliche Abweichungen gegenüber den Ergebnissen vorhergegangener konventioneller Probenahmen und Berechnungen auf, ist auch künftig eine gezielte, standardisierte Befischung zur genaueren Abklärung erforderlich. Bestätigt das eDNA-Vorscreening hingegen die bisher bekannten Daten, kann die bisher ausgewiesene fischökologische Beurteilung des Gewässers beibehalten werden. So können am Ende eine große Zahl an Gewässern kostengünstig gescreent bzw. wenn nötig - effizient standardisiert befischt werden.