Optimierung des Erosionsschutzes im Kartoffelbau

Kartoffeln sind als Dammkulturen eine der erosionsanfälligsten Feldfrüchte in der österreichischen Landwirtschaft. Optimierungstechniken bei der Saatbeetbereitung (zum Beispiel Querdammhäufler) helfen den Bodenabtrag bei Starkniederschlag zu reduzieren.

In diesem Projekt zur Optimierung des Erosionsschutzes (das Akronym des Projekts ist OptEro) werden 4 Varianten im Kartoffelanbau (mit und ohne Querdämme, jeweils mit und ohne Begrünung) an 5 Standorten verglichen. Bodenabträge werden sowohl durch Sedimentmessungen als auch durch Luftbildinterpretation quantifiziert.

Übersicht:

Projektbearbeitung:
E. Schmaltz, G. Schmid, M. Karner, P. Strauss

Auftraggeber:
Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft

Kurzbeschreibung:

Durch das Bodenschutzprojekt OptEro soll einerseits bei den Landwirten ein Bewusstsein für die Notwendigkeit von Erosionsschutzmaßnahmen im Kartoffelbau geschaffen werden, andererseits unterschiedliche Methoden getestet und konkrete Empfehlungen bzw. Handlungsanleitungen für Landwirte abgegeben werden. Ziel ist die Bodenerosion zu verringern und so die Bodenfruchtbarkeit und den Wasserrückhalt in der Fläche zu erhalten.

Zu diesem Zweck werden bei mehreren Landwirten und in einer Versuchsanlage der Agro Innovation Feldversuche durchgeführt, wo die im Kartoffelbau möglichen Maßnahmen zum Schutz vor Erosion auf ihre Wirkung getestet werden. Die Versuchsvarianten beinhalten zuvor angelegte Begrünungen mit nachfolgendem Mulchanbau, die Begrünung der Dammfurchen, den Anbau von Querreihen entlang der Höhenschichtenlinien, die Anlage von Querdämmen in der Furche und Kombinationen davon. Die Messung der Bodenerosion erfolgt mittels Luftbildinterpretation und Anlage von Erosionsmessparzellen.
Um die Erosionsergebnisse in Zusammenhang zu Niederschlagscharakteristika bringen zu können, werden auch die Intensitäten und die Gesamtmenge der Niederschläge gemessen. Zusätzliche Messungen betreffen die Pflanzenerträge, die Änderungen von erosionsbestimmenden Eigenschaften wie Bodenrauigkeiten und die standortspezifischen Bodeneigenschaften. Alle getesteten Varianten werden zusätzlich ökonomisch bewertet.

Des Weiteren werden ab dem 2. Projektjahr Demonstrationsversuche angelegt, um einerseits die Praxistauglichkeit der Maßnahmen zu testen andererseits die Maßnahmen den Landwirten näher zu bringen.